1959: Ehrung des Heimatforschers Karl Rose

Präsident Dr. Knost hat am 14. August 1959 im Rathaus zu Schöningen dem Mittelschulrektor i.R. Karl Rose in Schöningen, Salinenweg 40, das Bundesverdienstkreuz am Bande im Namen des Bundespräsidenten überreicht. In einer warmherzigen Ansprache betonte Dr. Knost, daß mit der Auszeichnung der Dank und die Anerkennung für die langjährigen Leistungen Karl Roses für die Allgemeinheit öffentlich bezeugt seien. 

Karl Rose ist in Ottenstein (Kr. Holzminden) geboren. In Braunschweig besuchte er das Realgymnasium und das Lehrerseminar. Von 1907 bis 1910 unterrichtete er in der 5klassigen Schule in Deensen, verlebte anschließend zwei glückliche Jahre als Hauslehrer und Konsulatssekretär bei dem deutschen Vizekonsul in Las Palmas auf Gran Canaria und erhielt 1912 eine Lehrerstelle in Rübeland im Harz. 

Schon im nächsten Jahre wurde er an der Realschule in Schöningen angestellt. Es war ihm beschieden, an diesem Orte bis zum 31. September im Schuldienst tätig zu sein. Eine Unterbrechung brachen Sprachstudien gelegentlich eines Ferienkurses an der Universität Grenoble sowie die Teilnahme am Weltkrieg von 1916 bis 1918. 1945 wurde er zum Mittelschulrektor ernannt und mit der Leitung sowie dem Wiederaufbau der Schöninger Mittelschule betraut.

Karl Rose widmete seine Freizeit der Erforschung der Heimat, besonders der Stadt Schöningen und ihrer engeren Umgebung. Er konnte u.a. ein 7bändiges "Heimatbuch der Salzstadt Schöningen" herausgeben, ferner eine "Schöninger Chronik" (1924), außerdem auch noch die "Elmheimat" (1925 bis 1935). 

Auch für die umliegenden Dörfer, wie Büddenstedt, Alversdorf, Reinsdorf, Runstedt und Hoiersdorf hat er wertvolle Dorfchroniken verfaßt. Die Zahl der Aufsätze in heimatkundlichen Zeitschriften und Zeitungen ist sehr groß. 

1927 gründete er in Schöningen einen Heimatverein und gleichzeitig ein Heimatmuseum, das einen trefflichen Ruf erlangt hat. Es erfüllt uns mit Genugtuung, daß Karl Rose eine verdiente Ehrung empfangen hat, zumal da er zu den ältesten Mitgliedern des Braunschweigischen Landesvereins für Heimatschutz gehört. 

Quelle: Braunschweigische Heimat 45. Jg., 1959 .

Von seiner Arbeit haben auch wir profitiert. Unter den Downloads/Kategorie Hobohm gibt es zu lesen: "Die Hobohms im Schöninger Raum" 

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