Familienbilder - ein Gedicht

Fundstück aus meinem Archiv: Ein Gedicht "Familienbilder".

Vor meinen Augen steht Ihr da,
wie ich im Leben Euch immer sah!

Im Ohr verneh'm ich Eurer Sprache Ton,
und hör' Euch sagen: "Komme schon"!

Wer mag die Zeit, die Jahre nennen,
die uns nun heut von Euch wohl trennen? 

Die Bilder sind nun das letzte Band,
das uns verbindet - ich nehm sie zur Hand,

denke zurück an gemeinsame Stunden,
die wir verlebten in fröhlichen Runden.

Wir hatten Freude, Spaß an der Welt,
war so jung - hatten kaum Geld.

Das Leben war schön, wir blieben bescheiden,
waren nicht neidisch, konnten uns leiden!

Die Welt von heute, versteh'n wir nicht mehr.
Das Leben war leichter - heut fällt es uns schwer.

Die Uhr läuft weiter, die Zeit bleibt nicht steh'n,
die Stunde rückt näher, auch wir werden geh'n.

Nimmt später jemand die Bilder zur Hand,
dann sind wir alle ihm unbekannt.

Wir waren die "Sippe", sie hatte noch Wert!
Heut' ist sie zerfallen. Die Welt ist verkehrt!

Im Juli 1979

Gustav Heidemann (+)
Gustav Heidemann, 1946
Eheverträge im 18. Jahrhundert
80 Jahre Mitglied beim TC Schöningen

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