Mord in Eilsleben

Andreas Hobohm im eigenen Haus erschossen

Eilsleben/Börde. Der 24-jährige Landwirt Andreas Hobohm wurde durch zwei Kugeln niedergestreckt, die ein bei ihm einquartierter Soldat abfeuerte. Ein gemeinsamer Gasthausbesuch, in dessen Folge es schon am Vorabend zu Streitigkeiten gekommen war, ging der Untat voraus. Hobohm erlag 18 Stunden nach dem tragischen Vorfall seinen schweren Verletzungen.

Zwei Stunden hatten sie am Montagabend miteinander gezecht, der junge Eilslebener Bauer Andreas Hobohm und ein derzeit bei ihm einquartierter Soldat namens David Stielo. Noch andere Soldaten waren in der Gaststätte anwesend, und zu ihnen hatte Hobohm im Scherz bemerkt, er müsse dem bei ihm einquartierten Kameraden wohl "den Brotkorb etwas höher hängen", sonst würde er allzu übermütig. Stielo, der bereits erheblich angetrunken war, faßte Hobohms Scherz als Beleidigung auf und zeigte sich im weiteren Verlauf des Abends gegen seinen Hauswirt sehr agressiv. Hobohm hatte dem Alkohol weniger zugesprochen und wahrte dadurch etwas Besonnenheit. 

Kaum aus der Gaststätte heimgekehrt, gab es nochmals Streit, es dessen Verlauf es schließlich zu Handgreiflichkeiten kam. Der junge Hobohm war dem angetrunkenen Soldaten gegenüber jedoch überlegen, brachte ihn zur Raison und kümmerte sich auch nicht weiter um dessen Drohung: er werde ihn noch erschießen.

Im Vertrauen darauf, daß nach ausgeschlafenem Rausch am anderen Morgen alles wieder in Ordnung sei, begab sich Andreas Hobohm ins Bett. So kam der junge Landwirt am Dienstag früh aus dem Schlafzimmer und ging nichts Böses ahnend die Treppe hinunter, als ihm unten der noch immer auf Rache sinnende Stielo auflauerte. Hobohm hatte gerade die unterste Treppenstufe erreicht, also Stielo zwei gezielte Schüsse abgab. Wie sich später herausstellte, war Hobohm von den beiden Kugeln lebensgefährlich verletzt worden. Es war ein Leberdurchschuß, und die andere Kugel zerschmetterte die Wirbelsäule. Dennoch war der Getroffene noch bei Bewußtsein. 

David Stielo wurde schon unmittelbar nach der Tat verhaftet und ins Militärgefängnis nach Magdeburg eingeliefert. 

Andreas Hobohm, der noch Auskünfte über den Hergang des Geschehens am Vorabend geben konnte, und zu dem man - als man einsah, daß alle ärztliche Hilfe vergebens war - den Ortsgeistlichen geholt hatte, erlag seinen schweren Verletzungen 18 Stunden nach der Tag am Mittwoch. 

Das Blatt vom Hohen Baum

Mitteilungsblatt vom 30. Dezember 1989. Verfasser: Richard Hohbaum. Für die Nachfahren aus den Linien Hoogenboom, Hogebom, Hohboom, Hobohm, Hochbaum, Hohbaum, Hohenbaum, Hohnbaum etc. 

Ein gemeinsamer Wirtshausbesuch war der Mordtat vorausgegangen

Mit dem genauen Blick auf diese Darstellung werden Sie bemerken, daß es keineswegs auf ein aktuelles Geschehen handelt.

Dies geschah im Dezember 1698.

Feldpost
1959: Ehrung des Heimatforschers Karl Rose

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