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Lohntüte des Salinenamtes Schöningen für Albert Wiedemann aus dem Jahr 1923. Die Tüte wurde immer wöchentlich freitags ausgegeben. Im Jahr 1923 während der Hyperinflation erhielt er als Wochenlohn 632 Milliarden Mark! Ein Klick auf die Banknoten öffnet vergrößerte Dateien. 
Zum Begriff der Hyperinflation hier ein Artikel aus Wikipedia.

Feldpostbrief

Braunschweig, 15.12.15
Lieber Schwager und Schwester!
Dies ist eine Karte von meiner Korpschaft. Der Unteroff. ist ein Schöninger. Am Freitag kommen wir nach Münster. Mit herzl. Grüßen
Euer Heinrich

Braunschweig, d. 15.12.15
Liebe Schwester!
Deine Karte vom 14.11. erhalten. Sage dir meinen herzl. Dank dafür. Wir kommen am Freitag nach Münster und da muß ich erst wissen wann ich fahre. Ich schreibe dir dann erst näheren Bescheid. Dies ist unsere Korpsgesellschaft. Der Unteroffizier rechts ist ein Schöninger. Mit frdl. Grüßen
Heinrich

Abs. Musk Fessel 9/42
An Drag. Willy Heinemann
4. Esk. 1 Komp. Drag. Reg N. 9
Devant les Ponts
b. Metz darüber: St. Avold
Ort durchgestrichen und ersetzt durch:
z. Zt. Manövergelände 86. Infanterie Brigade
Munsterlager
Lieber Freund!
Sende von hier die besten Grüße und wie geht es dir dann noch? Da du gar nichts von Dich hören läßt, mir geht es [..] wieder [..] ganz gut.
[..] von dir auch hoffen beide haben wir es ja geschafft. Es sind noch 23 Tage. [..] Ruf zur Ablösung [..]
Gustav Hehn der ist auch [..]Es grüßt Freund Wilh. Fessel

Absender:
Landsturmmann W. Runge
7. Komp. Infantr. Regt. No. 154 II Batt
An
Feldpost
Landsturm F. Hobohm
4 Komp. Inftr. Regiment
I Battl
Stafette
[...] 12.11.17
Lieber Fritz, Mein alter Junge, kennst du den auch. Sonst geht
es mir gut.
Es grüßt dich
vielmals
dein W. Runge 

Vorderseite:
die erste Sonntags Stallwache als alter Knochen
welche noch 344 Täglein haben.
Abs. Drag. Heinemann 4. Einh. Drag Rgt 9 Metz

Metz d. 12.10.11
Liebe Eltern und Geschwister!
Die ganzen Tage warte ich auch schon mal wieder auf ein Schreiben von euch. ich denke doch das meine Karte angekommen ist. wie steht es denn mit der Arbeit bei euch oder seit ihr noch nicht fertig mit der Feldarbeit. heute vorm Jahr bin ich wieder von Hause abgefahren am 12. 5 Uhr Abends.
Mit Gruß Euer Sohn Wilhelm Grüße Albert u Alwine

Feldpostkarte vom 10. Januar 1915:
auf der Vorderseite:
Bin wieder gesund und munter liege aber noch im Bett, da aus meinem [...] Bein Stück [...] raus genommen ist und die Schädeldecke damit zugenäht ist [...] aber alles schon zugeheilt.
die Postkarte selbst:
An Frl. Elisabeth Hobohm
Ahrensburg b. Hamburg
Hagener Allee 82
Liebe Schwägerin,
nun endlich kann ich dir auch mal wieder Schreiben. Meine Operation habe ich nun gut überstanden. Sende dir hier ein Andenken von meiner traurigen aber doch noch glücklichen Zeit. Hoffentlich kannst Du mich zwischen (?) erkennen. Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich Dein Schwager
Wilhelm Heinemann

Stempel:
Landwehr-Infanterie-Regiment No. 27, 12. Kompagnie
Feldpostamt des XVI. Armeekorps 30.6.15 4-5 N------------------
Adresse:
Herrn Fritz Hobohm, Landbriefträger
in Arendsee i. der Altmark,  Prov. Sachsen
Abs: Unteroffizier Karl __andt, 12. Komp. Landw. Inf. Regt. No 27.
Geschrieben den 29. Juni 1915.
Ihr Lieben alle.
Sende Euch Lieben daheim ein Lebenszeichen von mir, hatte vor kurzem die Gelegenheit mit paar treun Kameraden uns photographieren zu lassen. Der Hintergrund ist ein Blockhaus an einem Berghang in der Reserve Stellung im Walde, es ist hier sonst sehr schön nur öfters dicke Luft, es geht nun einmal nicht anders. mir geht es Gott sei Dank gut, hoffe dasselbe von euch allen in der lieben Heimat. Wie geht es den kleinen Jungen, hoffentlich ist er immer noch gesund und munter, welches doch immer die Hauptsache ist, jetzt im Sommer bei den kleinen Burschen. Herzliche Grüße sendet aus der Ferne Euch nebst Eltern euer Karl __andt Grüße bitte alle Kollegen und Bekannten von mir. Auf Wiedersehen. 

Feldpostkarte vom 27. August 1918

Lieber Heinrich!
Im Besitz deines werten Briefes, sage ich Dir meinen besten Dank. Aus dem Inhalt deines Schreibens ersehe ich, daß es dir lb. Freund noch gut geht. Was ich von mir auch noch sagen kann. Das glaube ich, daß es dir dort in Kassel gefällt! Hoffentlich hat dieser Dreck von Krieg bald ein Ende. Hier draußen ist dauernd Klamauk u. dicke Luft! Du weißt ja Bescheid. - Anbei sende ich Dir eine kl. Aufnahme, ist nicht schön geworden. Aber ich wünsche, daß dieselbe bei Dir ein Andenken erhält. Sei frdl. gegrüßt bis auf ein hoffentl. Wiedersehen von Deinem
treu. Freund Heinrich. 

Feldpostkarte 24.10.1914

Landsturmmann Lessin
II. Landst. Battl.
4. Comp.
z.Zt. Holzminden



Lieber Vater!

Die herzlichsten Glück u.
Segenswünsche zu Dei-
nen heutigen Geburtstage.
Sendet Dir Deine Tochter
Grete. 

Legitimation

Carl Friedrich Wilhelm, ist außer der Ehe geboren am zwanzigsten May des Jahres Eintausend Achthundert und Einundvierzig (: 20 May 1841 :), und getauft am 31. May desselbenJahrs.
Die Mutter desselben ist Dorothee Wilhelmine Drömer, unverehelichte Tochter des verstorbenen Bürgers und Gärtners Johann Heinrich Drömer.
NB., Nachdem nun dem Schlossergesellen Heinrich Carl Bartels hierselbst, darauf angetragen wurde, seinen mit der unverehelichten Dorothee Wilhelmine Drömer außer der Ehe erzeugten, auf die Namen "Carl Friedrich Wilhelm" getauften Sohn die nachstündige Legitimation zu bewilligen, auch bei der von dem Königl. Kurmärkschen Pupillen-Collegium vorgenommenen näheren Untersuchung keine, dem Antrage entgegenstehende Hindernisse sich ergeben haben, so wird der Carl Friedrich Wilhelm Drömer, unter Beilegung des väterlichen Namens B a r t e l s, hierdurch und in Kraftdieses, in den Stand der ehelich gebornen versetzt und Aller Rechte und Gerechtigkeiten, welche ehelich gebornen    zustehen, leibhaftig erklärt.
Da aber hierdurch den Rechten eines Dritten nicht geschadet werden kann, so einer ausdrücklich bemerkt, daß derselbe durch diese Legitimation nicht in die Familie es Vaters tritt, hierzu vielmehr nach den Bestimmungen der Gesetze ein Familien-Vertrag erforderlich ist. 
                   Berlin den 8. Maerz 1845.                   
     Urkundlich ausgefertigt unter dem königl Insiegel
                    Das Justiz-Ministerium
                         ( L. S. )     
 Dieses wird hierdurch, in Uebereinstimmung des Kirchenbuchs der St. Gotthards-Kirche und der darinen angehefteten Abschrift des vorstehenden Legitimations-Patents, unter Beydrükkung des Kirchensiegels, bescheinigt.
     
                   Brandenburg den 28. July 1845.
     Königl. Superintendantur Oberprediger an der St. Gotthard-Kirche.
   
                [Siegel] Dr. Boy

Geburtsurkunde

Am 9 neunten August 1835 achtzehnhundert fünfnd dreißig wurde dem Unteroffizier des 1ten Eskadron des königl. 8ten Kürraßier Regiments Herrn Valentin Faßhauer von seiner EhefrauJohanna Henriette, geborne Müller eine Tochter geboren, welche bei der am 6 September besagten Jahres erfolgten Taufe die Namen:
       Dorothea Friederika Maria       
empfangen hat.
Zur Confirmation dieses Kindes wird solches in Folge der mir anvertrauten Seelsorge für hiesige Garnison aus dem Militairkirchenbuch Vol. I, p. 10der Wahrheit gemäß hierdurch bezeugt.
Langensalza 7 Januar 1849.

     [Siegel] [Unterschrift]

Geburtsurkunde

Carl Ferdinand Dalge, des am |: 13 :|dreizehnten März |: 1851 :| Achtzehnhundert
und ein und fünfzig hier verstorbenen Arbeitsmannes Gottfried Dalge und seiner am |: 8 :|
achten April |: 1831 :| Achtzehnhundert und ein und dreißig verstorbenen Ehefrau Charlotte
Sophie geborne Heidepriem ehelicher Sohn, ist, zu Rathenow am |: 12 :| zwölften Januar |: 1827 :| Achtzehnhundert und sieben und zwanzig geboren und am 14ten desselben Monats und Jahres getauft,welches auf Grund des hiesigen Kirchenbuches amtlich
beglaubigt wird.
        Rathenow den 31. März 1859
        
    [Stempel] [Unterschrift]

Kirchenbuchauszüge

Folgend Auszüge aus den hiesigen Kirchenbuchen, als:
1, aus dem Geburtsregister:
 Am 12ten Mai (zwölften Mai) 1838 (achtzehnhundert acht und dreißig) ward den (damals) hiesigen  Schuhmacher Johann Heinrich Breitkopf von seiner Ehefrau Rebecka, geb. Geffert, eine Tochter geboren, welche am 20ten ejusdem getauft und   
                Marie Sophie   genannt ward.
Und
   
2, aus dem Sterberegister:
 Am 6ten (sechsten) Mai 1843 (achtzehnhundert drei und vierzig) starb allhie Rebecka Breitkopf, geb.
 Geffert, Ehefrau des (damals) hiesigen Schuhmachers Johann Heinrich Breitkopf, in einem Alter von
 31 Jahren, 3 Mon. ud 3 Tagen und hinterließ zueinem ihren Ehemann vier (damals noch) minorenne Kinder.
wurde als übereinstimmend mit den btr Originalen hiermit pfarramtlich beglaubigt.
       Rohrsheim den 4ten October 1859.       
       [Siegel] [Unterschrift] 

Heirats-Consens

Daß der anderweiten Verheirathung der Wittwe
des Tischlers Dieck, Auguste Charlotte geb.
Lüddecke, gerichtsseitig Nichts entgegensteht,
wird hiermit attestiert.

Urkundlich unter Gerichtssiegel und Unterschrift.
     Oschersleben, den 26. September 1857
                    [Stempel]  
      Königl. Kreisgerichts-Kommission I.
                             [Unterschrift]
                             
                             
Heiraths-Consens
     für
die Witwe Dieck geb. Lüddecke
    hier                             
                

Heiratseinwilligung

Mein Sohn August Eduard Schmidt wünscht sich mit Fräulein Auguste Luther wonhaft in Gr Oschersleben zu verheiraten wozu ich meine Einwilligung gebe Handzeichen XXX der Joh. Schmidt Witt. Daß die Wittwe Schmidt geborne Parthei Vorstehendes eigenhändig unterkreuzt hat und den Inhalt kennt, wird amtlich attestiert. Postdam den 26ten November 1859 [Stempel] [Unterschrift]

Taufregister

 Wegen der Confirmation
                                 ohne Stempel.
                                 
Am 16 Januar 1842 Eintausend Achthundert zwei und vierzig wurde dem Gastwirth Friedrich Wilhelm Einecke zu Groß Rodensleben von seiner Ehefrau Agatha Benedicta Isensee eine Tochter gebohren welche Auguste Caroline Amalie getauft ist.
Vorstehendes Zeugniß wird hiermit nach Inhalt
des Taufregisters hiesig Kirchenbuches beglaubigt.
Groß Rodensleben 15 Juni 1853
                  
   [Stempel] [Unterschrift]

 

Geburtsurkunde

Im Jahre 1819 den 13 Juni |: Eintausend achthundert und neunzehn den dreizehnten Juni ist hierselbst zu Crottorff dem Einwohner Heinrich Andreas David Kuseke von seiner Ehefrau Margarethe Sophie geb. Specht ein Sohn geboren worden, der den 20 ejusd in der Taufe die Namen

Christian Stephan

angetragen hat. Daß vorstehende Geburtsnachricht ein richtiger Auszug aus dem hiesigen Kirchenbuche ist, solches wird hier mit als der Wahrheit gemäß bescheinigt.

Crottorff den 18 April 1844 [Siegel] [Unterschrift]

Geburtsurkunde

Besage des hiesigen Kirchenbuches, Tom. I, Geburts-Register p. 97 ward im Jahre ein Tausend acht hundert und sechszehn |1816| den sieben und zwanzigsten |27| Februar dem Arbeitsmann Joachim Albrecht Daeder, welcher den 6ten Dezember 1831 in einem Alter von 67 Jahren allhier verstorben ist, von seiner Ehefrau Anna Lucia geb. Koch eine Tochter geboren, welche den 3ten Maerz getauft und
              "Margarethe Sophie"
              genannt worden ist. Taufzeugen waren:
  1. der Krüger Johann Christoph Gereke,
  2. der Müllermeister Johann Samuel Dockhorn u.
  3. die Schafmeisterin Margarethe Sophie Weimann, geb. Heine.     
Für die Richtigkeit dieser aus dem hiesigen Kirchenbuche gezogenen
Angaben bürgt in fidem officii.
      Pesekendorf den 5ten Februar 1844

          [Siegel] [Unterschrift]
   
   

Aufgebot

Der Bürger Schwarz- und Schönfärbe-Meister zu Gr. Oschersleben Hennig Gottfried Brandes, ein Witwer, ehelicher Sohn des zu Gr. Oschersleben verstorbenen Ackerbürgers und Gastwirths Johann Wilhelm Paul Adam Brandes und dessen gleichfalls verstorbener Ehefrau Maria Dorothea geb. Danneberg wünscht mit seiner verlobten Braut der Jungfer Christiane Dorothea Wilhelmine Laemmerich (22 Jahre alt) eheliche Tochter des hiesigen Ackerbürgers und SeilerMstrs Christian Wilhelm Heinrich Laemmerich und dessen Ehefrau Dorothea Magdalena Elisabeth geb. Schulze an den Sonntagen 12. 13. 14 p. Trin. in hiesiger Stadtkirche aufgeboten, und demnächst getraut zu werden. Da der Bräutigam in Groß Oschersleben wohnhaft ist, so muß das Aufgebot an den gedachten Sonntagen auch dort geschehen, und er sich in ein hochehrwürdiges Pfarramt daselbst so freundlichst als ergebenst die Vollziehung desselben gütigst besorgen zu wollen. Gott segne die Verlobten! Egeln den 18 August 1844 [Siegel] [Unterschrift]

Sterbeurkunde

Nro. 2               
                    Aus
dem Verzeichnisse der Gestorbene- Begrabenen
des Kirchenbuchs der Stadt Königslutter.

Im Jahre Eintausend achthundert vier u vierzig am dreizehnt |1844 am 13t| November Vorm. 9 Uhr starb an Abzehrung der hiesige Bürger u Mühlenbesitzer  Heinrich Andreas August Bremer, alt 46J 3M 24 Tge,
Wittwer von Johanna Friederika Augusta geb. Giesemann, und wurde am 17 ej. in Stille begraben.

Königslutter [Siegel] [Unterschrift]
am 28ten Juni 1860 

Aufgebot

Daß der Bergmann zu Hamersleben, Junggesell Heinrich Wilhelm Brauns, ehelicher Sohn des Bergmannes Heinrich Brauns und dessen Ehefrau Sophie Hohmann und dessen Braut Jungfer Christine Klinter zu Gr. Oschersleben,
eheliche Tochter des dasigen Gerichtsboten Andreas Carl Klinter u dessen Ehefrau Regine Dorothee Sophie Espler daselbst in der evangelischen Kirche zu Hamersleben dreimal und zuletzt am Sonntage Miisericord. Domini,
als am 21ten April, aufgeboten wurden und gegen ihre
Verheirathung kein Wirkungsgrund erhoben worden ist,
witd hiermit amtlich attestiert.

Hamersleben d. 21ten April 1844

      [Stempel] Meinecke, Pastor.               
                  

Heiratsgenehmigung

Suhl am 13 Februar 1837.
                      
Vor unterzeichnetem Geistlichen erschien die
__________ persönlich bekannte Witwe Susanne
Marie Kutt, und erklärte:
ich gebe hierdurch meine Genehmigung zur
Verheirathung meiner aeltesten Tochter Auguste
Kutt mit dem Bergmann Christoph Gehrhard zu
Oschersleben.

Vorgelesen genehmigt und unterschrieben.

   [Stempel] [Unterschriften]

Taufurkunde

Der im Jahre eintausend achthundert zwei
und vierzig :1842: am fünfzehnten - 15ten - 
December geborne Sohn des Dienstknechtes
Heinrich Andreas Lilie und seiner Ehefrau
Margaretha Elisabeth Franke zu Ribbensdorf,
ist nach Aussage des Taufregisters der
dortigen Kirche am 26. December desselben
Jahres durch die heilige Taufe in die Gemeinschaft
der geistigen Kirche aufgenommen worden und
hat die Namen: Friedrich Wilhelm
empfangen.

Solches wird Beuhfs der Confirmation
hiermit amtlich bescheinigt.
         [Unterschift]
           [Stempel]

Aufgebot

Auf bey gebrachtem Amts Schein des Herrn Superintendandis
Theune Hochehrwürden zu Oschersleben, werde ich nicht
verfehlen den Bürger und Zinngießer zu Oschersleben, Mstr.
Frantz Ludewig Sprengel, mit der unverehlichten, Anna Maria
Horstmann natürliche Tochter von dem Verstorbenen Johann
Julius Horstmann und der Anna Dorothea Backhauß, am neunten
Sonntage Trinitatis zum ersten mal in der hiesigen Kirche
aufzubieten.
Ohrsleben den 26ten Jul: 1815

      [Siegel] [Unterschrift]

Proclamation

An
    das evangelische Pfarramt zu Oschersleben.    
        Aufforderung zur Proclamation.
       
Der Bürger und Eisenbahn-Aufseher Wilhelm Ferdinand Höxer
zu Braunschweig, jetzt stationirt zu Oschersleben, geb. zu
Königslutter d 31 Octobr 1805, Sohn des verstorbenen hies.
Bürgers u Bäckermstr Heinrich Zacharias Elias Höxer und
dessen gleichfalls verstorbener Ehefrau Luise Wilhelmine
geb. Matthies, beabsichtigt sich mit Jungfr. Bertha Friederike
Ernestine Ohle hieselbst, geb. 2. Juli 1829, Tochter des
verstorb hies. Bürgers u Seilermstr Johann Karl Friedrich
Ohle u dessen noch lebender Ehefrau Johanna Maria Augustine
geb. Schuhmacher zu verheirathen, und wurden die Verlobten
den IV u V p. Epiph. hier aufgeboten und event. demnächst
hier auch copulirt werden, worüber dann Bescheinigung erfolgt.

Es ergeht nun die Bitte, auch zu Oschersleben an den zeitigen
Wohnorte des Bräutigams, gleichfalls zu proclam u zwar wie
dort gesetzlich ist, am Dom. III, IV u V p. Epiph. und darüber,
daß solches ohne Einrede pp geschehen sei, eine Bescheinigung
hieher zu senden oder durch den Bräutigam besorgen zu lassen.

Zugleich erfolgt anbei der obrigkeitliche Trauschein zur
Ansicht, Unterzeichnung und Remittirung.

         Königslutter am 20 Januar 1859
         
                  W. Stegmann
                 Stadtprediger
                   [Siegel] 

Integritätsschein

Integritätsschein
    
Am 8ten und 15ten Februar 1857, sind in der hiesigen St. Magni-Kirche als Verlobte öffent-
lich proclamiert:
Hr. Carl Wilhelm Ferdinand Schrader, geboren zu Gr. Oschersleben am 19ten Januar 1831, Barbier daselbst ehel. Sohn des verstorbenen Bürgers und Posamentirers Anton Rudolph Schrader,               und
Jungfrau Wilhelmine Dorothee Klinsmann zu Groß-Oschersleben, geboren daselbst am
31ten December 1832, eheliche Tochter des verstorbenen dortigen Schuhmachermeisters
Carl Gottfried Klinsmann und seiner gleichfalls verstorbenen Ehefrau, Ida Wilhelmine
Caroline, geborne Freimark.
Einsage ist nicht erfolgt. 
Braunschweig [Unterschrift]
den 15ten Februar [Siegel]
   1857. [Unterschrift]

Confirmation

Daß der Sohn des Ökonomen Grashoff aus Oschersleben, Gustav Carl geb. den 8ten October 1842 den diesjährigen Confirmanden-Unterricht bei mir besucht hat und sich durch ein durchaus gesittetes Betragen ausgezeichnet hat, daß derselbe lobenswerthen Fleiß bewiesen und auch den ihm gegebenen Anlagen die Fortschritte gemacht hat, die von ihm zu erwarten waren, bezeuge ich gern und spreche zugleich die Bitte aus, daß Gott ihm die heilige Weihestunde der Confirmation und seinen ferneren Lebensweg segnen wolle.

          Braunschweig d 26ten Maerz 1857.
       
    [Siegel] [Unterschrift]

Geburtsurkunde

Der gesetzliche Stempel ist umzuschlagen!
                   
Im Jahre Ein Tausend acht Hundert neun und dreißig 1839 den dreißigsten 30. Januar Morgen vier 4 Uhr wurde dem Hofmeister auf hiesigem Gute Heinrich Siebert von seiner Ehefrau Catharine Elisabeth geb. Bader ein Sohn geboren, welcher in der heiligen Taufe am zehnten 10. Februar
                 Adam Heinrich
genannt wurde.

Die Übereinstimmung mit hiesigem Kirchenbuche bescheinigt

Eggenstedt d. 1. Januar 1853
                            [Siegel] [Unterschrift] 

Geburtsurkunde

Auszug aus dem Kirchbuche der Gemeinde Ottleben.
            ----------------------
           
Anna Elisabeth Drewes, des verstorbenen Häuslers und Leinwebers Christian Drewes älteste Tochter, hat den fünfzehnten - 15 - Februar fünf 5 Uhr Ein Tausend acht Hundert und vier und dreißig - 1834 - eine uneheliche Tochter geboren, welche den 20t ej. m.
getauft und genannt worden ist:
            Sophie Elisabeth

Für die Richtigkeit dieses, auf Grund des annectirten
Armen-Attest stempelfrei ausgestellten Scheins.
     
                            [Siegel]
Ausleben, den 10. August 1859. [Unterschrift]          

Sterbeurkunde

  In Ermangelung des Stempelbogens    
Auf Verlangen wird hierdurch attestirt,
daß 
1, der Einwohner hierselbst Johann Diedrich Knoche, zu Stadt Hadmersleben, nach Aussage des dortigen Kirchenbuchs, welches Unterschreiberer in Abwesenheit des Herrn Superintendenten Münnich angesehen, am zwanzigsten Mai ein tausend acht hundert drey, 67 Jahre alt, an der Entkräftung    
2, dessen Ehefrau Theresia Wulf, am achten December ein tausend acht hundert vier, an der Entkräftung, 60 Jahr alt, gestorben sey.

   Für die Treue des Auszugs
   Dorf Hatmersleben den zwölften December ein tausend acht
   hundert sechszehn.
   
      [Siegel] [Unterschrift]    

Autorisation

Als Vormund des Hermann Heinrich Christian Gladow geb. den 7. Juli 1835
werden Sie hierdurch von Obervormundschaftswegen ermächtigt, in dessen
Verheirathung mit Marie Beireis, Tochter des Bahnarbeiters Andreas Beireis zu
Groß-Oschersleben zu willigen.
Urkundlich unter Gerichtshand und Siegel,
Groeningen, den 19. Februar 1857.

   Königliche Kreis-Gerichts-Commission.
   
  [Stempel] [Unterschrift]  

  Autorisation
      für
  den Schuhmachermeister Christian
      Pieper

Attest

Das die unverehelichte Marie Peine Tochter des hiesigen Arbeitsmann Heinrich Peine 26 Jahre alt zur Zeit in Gr. Oschersleben so weit mir bekannt, kein Vermögen, keine ausstehende Forderungen, Grundstücke oder sonstige Gerechtsame besitzt, sondern Arm ist wird hiermit
bescheinigt. 
Wormsdorf den 17ten Merz 1865. 
       [Stempel] [Unterschrift]        
Am ersten _1_ März des Jahres Eintausend Achthundert neun und dreißig - 1839 - wurde dem hiesigen Arbeitsmann Heinrich Peine von seiner Ehefrau Maria Elisabeth geb. Hildebrandt, eine
Tochter geboren, welche in der heil. Taufe am 10. e.m. die Namen  Anne Marie
empfangen hat. 
Vorstehendes Attest ist wegen obigen Armenscheins stempelfrei
ausgefertigt worden. 
Zugleich wird hierdurch bescheinigt, daß der Arbeitsmann Heinrich Peine die Einwilligung zur Verheirathung seiner Tochter Anne Marie mit dem Kutscher Christian Bremer zu Gr. Oschersleben vor Unterzeichnetem abgegeben hat.
               Wormsdorf, den 17. März 1865
                   [Unterschrift]                      [Marke]    

Confirmation

Daß die Tochter des hiesigen Großkosath u. auch Schafmeister
Johann Andreas Eckler aus d. 1. Ehe mit Anna Elisabeth geb.
Schaper, Johanne Wilhelmine Lisette, den 27. Junius 1835
= d. siebenundzwanzigsten Junius achtzehn hundert fünf und
dreißig = geboren und den 5. July getauft word ist, wird
hierdurch behufs d. Confirmation desselben pfarramtl.
bezeugt.

Dorf Hadmersleben den 31. December 1848

    [Stempel] [Unterschrift]  

Sterbeurkunde

(event. mit Vorbehalt des gesetzl. Stempels)

Aus dem Sterberegister der evangelischen St. Stephani-Kirche zu Aschersleben wird
nach Tom. 9 pag 1. Nro. 2 bezeugt, daß Johanne Traunsberger geb. Walkhoff,
Witwe des Gefangene Inspecters Georg Traunsberger, am Dritten Januar Achtzehnhundert
Sieben und Vierzig |: 3ten Januar 1847 :| in einem Alter von 53 Jahren gestorben und
den 6ten ej. begraben worden ist. Dieselbe hinterließ Ein majorennes Kind und Zwei
minorenne Kinder.

Aschersleben, 21t August 1860.

    [Stempel] [Unterschrift]

Tauf und Todtenschein

Tauf und Todtenschein                
Dem Töpfergesellen August Schmidt ist von seiner Ehefrau Katharina Rosina, gebornen Parthei, am 13. December 1833
|: dreizehnten December Eintausend achthundert drei und dreißig :| Abends 9 Uhr ein Sohn geboren worden, der in der heiligen Taufe am 5. Januar 1834 die Namen August Eduard empfangen hat. 
Der hiesige Töpfergesell August Schmidt starb im Alter von 43 Jahren 8 Mon. 26 Tg., die Ehefrau und vier minorenne Kinder hinterlassend, am 4. November 1853
|: vierten November Eintausen achthundert drei und funfzig :| vormittags halb 11 Uhr am Magenkrebs und wurde am 7. dess. Monats auf dem hiesigen Kirchhofe beerdigt. 
Vorstehendes wird auf Grund der Kirchenbücher der
hiesigen St. Nicolai's Kirche bescheinigt.
       Potsdam, den 25. November 1859,
   Superintendentur und Oberpfarr-Verweser
     [Stempel] Unterschrift

Geburtsregister

Auszug aus dem Geburtsregister der Gemeinde
                   Eimersleben

Heinrich Andreas Sebastian Paul, Sohn des Häuslings und Eigenthümers Johann Karl Heinrich
Christoph Paul und dessen Ehefrau Katharina Dorothea geb. Arend, ward geboren am dreizehnten (13) December, Achtzehnhundert ein und zwanzig (1821).
       Solches erführt hierdurch,
            Eimersleben den 30ten Mai 1843.
            
     [Siegel] [Unterschrift]

Heiratseinwilligung

- 15 Dpr. Stempelersatz -
           
Zufolge Antrags vom 16 Maerz d. J. wird die Einwilligung des Einwohners Andreas Simon Kühne, welcher nach dem Atteste der Ortsbehörde zu Heteborn vom 23 Februar 1859 im Monate August 1856 nach Amerika ausgewandert ist, zu der Verheirathung seines Sohnes, des Kutschers Heinrich (Wilhelm) Gustav Kühne mit der unverehelichten Wilhelmine Votes Wohlers aus Sommerschenburg seitens des unterzeichneten Gerichts hiermit ergänzt.
Urkundlich unter Gerichts-Siegel und Unterschrift.
Oschersleben, den 17. Maerz 1859.
              [Stempel]
Königliche Kreis-Gerichts Commission II.
           [Unterschrift]            
    Consens       für
 den Kutscher Heinrich Wilhelm
              Gustav Kühne.

Brief

Siegersleben, den 19ten Juni 1859.
                       
      Sehr geehrter Herr Kreisbaumeister!
       
Beikommende Vorschuß-Quittungen bitte ich, mir
mit Ihrem gefälligen Atteste versehen, wieder
zugehen zu lassen. - Die Steinsetzer haben Sie
mir bis jetzt noch nicht hergesandt, bitte, dieß
sofort zu thun.

Indem ich wünsche, daß Sie sich wohl befinden
mögen, verbleibe ich mit Hochachtung

                 Ihr
                 
                    aufrichtig ergebenst
                          Fromme

Wilhelm Heinemann - Briefe aus WK II

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