Feldpostbrief

Braunschweig, 15.12.15
Lieber Schwager und Schwester!
Dies ist eine Karte von meiner Korpschaft. Der Unteroff. ist ein Schöninger. Am Freitag kommen wir nach Münster. Mit herzl. Grüßen
Euer Heinrich

Braunschweig, d. 15.12.15
Liebe Schwester!
Deine Karte vom 14.11. erhalten. Sage dir meinen herzl. Dank dafür. Wir kommen am Freitag nach Münster und da muß ich erst wissen wann ich fahre. Ich schreibe dir dann erst näheren Bescheid. Dies ist unsere Korpsgesellschaft. Der Unteroffizier rechts ist ein Schöninger. Mit frdl. Grüßen
Heinrich

Abs. Musk Fessel 9/42
An Drag. Willy Heinemann
4. Esk. 1 Komp. Drag. Reg N. 9
Devant les Ponts
b. Metz darüber: St. Avold
Ort durchgestrichen und ersetzt durch:
z. Zt. Manövergelände 86. Infanterie Brigade
Munsterlager
Lieber Freund!
Sende von hier die besten Grüße und wie geht es dir dann noch? Da du gar nichts von Dich hören läßt, mir geht es [..] wieder [..] ganz gut.
[..] von dir auch hoffen beide haben wir es ja geschafft. Es sind noch 23 Tage. [..] Ruf zur Ablösung [..]
Gustav Hehn der ist auch [..]Es grüßt Freund Wilh. Fessel

Absender:
Landsturmmann W. Runge
7. Komp. Infantr. Regt. No. 154 II Batt
An
Feldpost
Landsturm F. Hobohm
4 Komp. Inftr. Regiment
I Battl
Stafette
[...] 12.11.17
Lieber Fritz, Mein alter Junge, kennst du den auch. Sonst geht
es mir gut.
Es grüßt dich
vielmals
dein W. Runge 

Vorderseite:
die erste Sonntags Stallwache als alter Knochen
welche noch 344 Täglein haben.
Abs. Drag. Heinemann 4. Einh. Drag Rgt 9 Metz

Metz d. 12.10.11
Liebe Eltern und Geschwister!
Die ganzen Tage warte ich auch schon mal wieder auf ein Schreiben von euch. ich denke doch das meine Karte angekommen ist. wie steht es denn mit der Arbeit bei euch oder seit ihr noch nicht fertig mit der Feldarbeit. heute vorm Jahr bin ich wieder von Hause abgefahren am 12. 5 Uhr Abends.
Mit Gruß Euer Sohn Wilhelm Grüße Albert u Alwine

Feldpostkarte vom 10. Januar 1915:
auf der Vorderseite:
Bin wieder gesund und munter liege aber noch im Bett, da aus meinem [...] Bein Stück [...] raus genommen ist und die Schädeldecke damit zugenäht ist [...] aber alles schon zugeheilt.
die Postkarte selbst:
An Frl. Elisabeth Hobohm
Ahrensburg b. Hamburg
Hagener Allee 82
Liebe Schwägerin,
nun endlich kann ich dir auch mal wieder Schreiben. Meine Operation habe ich nun gut überstanden. Sende dir hier ein Andenken von meiner traurigen aber doch noch glücklichen Zeit. Hoffentlich kannst Du mich zwischen (?) erkennen. Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich Dein Schwager
Wilhelm Heinemann

Stempel:
Landwehr-Infanterie-Regiment No. 27, 12. Kompagnie
Feldpostamt des XVI. Armeekorps 30.6.15 4-5 N------------------
Adresse:
Herrn Fritz Hobohm, Landbriefträger
in Arendsee i. der Altmark,  Prov. Sachsen
Abs: Unteroffizier Karl __andt, 12. Komp. Landw. Inf. Regt. No 27.
Geschrieben den 29. Juni 1915.
Ihr Lieben alle.
Sende Euch Lieben daheim ein Lebenszeichen von mir, hatte vor kurzem die Gelegenheit mit paar treun Kameraden uns photographieren zu lassen. Der Hintergrund ist ein Blockhaus an einem Berghang in der Reserve Stellung im Walde, es ist hier sonst sehr schön nur öfters dicke Luft, es geht nun einmal nicht anders. mir geht es Gott sei Dank gut, hoffe dasselbe von euch allen in der lieben Heimat. Wie geht es den kleinen Jungen, hoffentlich ist er immer noch gesund und munter, welches doch immer die Hauptsache ist, jetzt im Sommer bei den kleinen Burschen. Herzliche Grüße sendet aus der Ferne Euch nebst Eltern euer Karl __andt Grüße bitte alle Kollegen und Bekannten von mir. Auf Wiedersehen. 

Feldpostkarte vom 27. August 1918

Lieber Heinrich!
Im Besitz deines werten Briefes, sage ich Dir meinen besten Dank. Aus dem Inhalt deines Schreibens ersehe ich, daß es dir lb. Freund noch gut geht. Was ich von mir auch noch sagen kann. Das glaube ich, daß es dir dort in Kassel gefällt! Hoffentlich hat dieser Dreck von Krieg bald ein Ende. Hier draußen ist dauernd Klamauk u. dicke Luft! Du weißt ja Bescheid. - Anbei sende ich Dir eine kl. Aufnahme, ist nicht schön geworden. Aber ich wünsche, daß dieselbe bei Dir ein Andenken erhält. Sei frdl. gegrüßt bis auf ein hoffentl. Wiedersehen von Deinem
treu. Freund Heinrich.